Roséchampagner

Roséchampagner macht glücklich. Um das Glück zu spüren, braucht man noch nicht einmal davon zu trinken. Es reicht, wenn man das Glas dicht an eines seiner Augen hält und gleichzeitig das andere schliesst. Schon hat man eine Rosabrille auf (funktioniert auch mit zwei Gläsern und beiden Augen). Selbstverständlich potenziert sich das Glück, wenn man in regelmässigen Abständen einen Schluck trinkt. Hierbei ist es einfach wichtig, die Flasche in Griffnähe zu haben, um nachschenken zu können. Sonst droht die Brille nach einigen Schlücken, die Welt wieder in Normaltönen erscheinen zu lassen.

Von der Herstellungsmethode betrachtet existieren zwei verschiedene Arten von Roséchampagner: Rosé d’Assemblage und Rosé de Saignée.

Zur Herstellung eines Rosé d’Assemblage verschneidet man (>Assemblage) weisse mit roten >Grundweinen, die beide unabhängig voneinander >ausgebaut wurden. Der Anteil Rotwein beträgt in der Regel 5 % bis 15 %. Allerdings gibt es Ausnahmen, bei denen mehr Rotwein verwendet wird. Beim Les Vignes de Charles, Base 2015 von Champagne C. H. Piconnet etwa liegt der Rotweinanteil bei 20 %. Auch bei einem solch hohen Rotweinanteil bleibt der Roséchampagner transparent. Aber die Farbe lässt sich mit Blutrot besser beschreiben als mit Rosa.

Bei der Herstellung eines Rosé de Saignée (auch Rosé de Macération) geht man so vor, dass man das Traubengut, das einen Anteil roter Trauben von mindestes 50 % aufweist, vor der eigentlichen >Pressung etwas andrückt. Auf diese Weise können die Schalen der roten Trauben Farb- und auch Gerbstoffe abgeben. Die Dauer, die das Traubengut im angepressten Zustand verbringt, beträgt zwischen 12 und 48 Stunden, je nach Verhältnis der weissen zu den roten Trauben und nach gewünschter Farbe und Gerbstoffintensität. Im Anschluss an diese so genannte Mazeration werden die Trauben zu einem rosafarbenen Saft gepresst, der zuerst zu >Grundwein und dann Champagner wird. •

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Champagne André Jacquart, Rosé Expérience
Champagne André Jacquart, Rosé Expérience
Champagne André Jacquart, Rosé Expérience
Champagne André Jacquart, Rosé Expérience
Champagne André Jacquart, Rosé Expérience
Champagne André Jacquart, Rosé Expérience

Champagne André Jacquart, Rosé Expérience

CHF 62.00

Einen Waldspaziergang im Sommer machen, dabei den Duft der Walderde einatmen, wilde Johanisbeeren suchen – und finden –, vielleicht sogar einen weissen Pfirsich entdecken. So fühlt es sich an, wenn man vom Rosé Expérience trinkt. Gibt man ihm im Mund etwas Zeit, machen sich die feinen Tannine bemerkbar, die man ob der hellen Farbe nicht unbedingt erwartet hätte. Die ultrafeine, cremige Marzipanschicht, die sich um die Tannine gelegt hat, passt dann aber wieder voll und ganz in das Erscheinungsbild des Rosé Expérience.

Unsere Degustationsnotiz für den Rosé Expérience ist entstanden, als wir eine Folge der koreanischen Serie Squid Games geschaut haben. Ist es makaber, wenn wir denken, dass ein Rosé de Saignée (saigner heisst ausbluten) gut dazu passt?