Roséchampagner macht glücklich. Um das Glück zu spüren, braucht man noch nicht einmal davon zu trinken. Es reicht, wenn man das Glas dicht an eines seiner Augen hält und gleichzeitig das andere schliesst. Schon hat man eine Rosabrille auf (funktioniert auch mit zwei Gläsern und beiden Augen). Selbstverständlich potenziert sich das Glück, wenn man in regelmässigen Abständen einen Schluck trinkt. Hierbei ist es einfach wichtig, die Flasche in Griffnähe zu haben, um nachschenken zu können. Sonst droht, dass die Brille nach einigen Schlucken die Welt wieder in Normaltönen erscheinen lässt.
Von der Herstellungsmethode betrachtet existieren zwei verschiedene Arten von Roséchampagner: rosé d’assemblage und rosé de saignée.
Zur Herstellung eines rosé d’assemblage verschneidet man (>Assemblage) weisse mit roten >Grundweinen, die beide unabhängig voneinander >ausgebaut wurden. Der Anteil Rotwein beträgt in der Regel 5% bis 15%. Allerdings gibt es Ausnahmen, bei denen mehr Rotwein verwendet wird. Beim Les Vignes de Charles von Champagne C. H. Piconnet etwa liegt der Rotweinanteil in den meisten Jahrgängen bei 20%. Auch bei einem solch hohen Rotweinanteil bleibt der Roséchampagner transparent. Aber die Farbe lässt sich mit Blutrot besser beschreiben als mit Rosa.
Bei der Herstellung eines rosé de saignée (auch rosé de macération) geht man wie folgt vor: Man drückt das >Traubengut, das einen Anteil roter >Trauben von mindestes 50% aufweist, vor der eigentlichen >Pressung leicht an, so dass die (roten) Traubenschalen Risse erhalten, die Farb- und Gerbstoffe abgeben. Die Dauer, die das Traubengut im angedrückten Zustand verbringt, beträgt zwischen sechs und 48 Stunden, je nach Verhältnis der weissen zu den roten Trauben und nach gewünschter Farbe und Gerbstoffintensität. Im Anschluss an diese so genannte Mazeration werden die >Trauben zu einem rosafarbenen Saft gepresst, der zuerst zu >Grundwein und dann Champagner wird.
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Biologisch und biodynamisch
Blanc de blancs/Blanc de noirs
Coteaux champenois
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